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Bildanalyse System PicEd Cora: Metallographie |
Bildreihenvergleich nach DIN 50602
(Nichtmetallische Einschlüsse in Edelstählen)
Bei herkömmlicher Arbeitsweise werden die Richtreihenbilder meist auf Papier (und an der Wand hängend) mit dem Okularbild am Mikroskop verglichen und dadurch der Schliff bewertet.
Moderne Bildanalyse kann diese Art der Bewertung wesentlich
erleichtern, indem die Richtreihenbilder in das vom Mikroskop abgegriffene
Videobild eingeblendet werden.
Dadurch sieht der Betrachter Schliffbild und
Richtreihenbilder in einer Ebene.
Die Bildelemente der Richtreihe können dann durchgeblättert werden. Bei mehrspaltiger Anordnung der Bildreihen (etwa Oxide, Strichform) kann auch die Fortschaltung der 4 Vergleichsbilder gewählt werden.
Die Anordnung von Schliffbild zu Richtreihenbild ist variabel. So können die Richtreihenbilder überdeckend oder abziehbildartig (so wie in dem gezeigten Beispiel) eingeblendet werden. Ebenso kann die Bildbezeichnung (in diesem Fall hier die Richtzahl) mit eingeblendet werden
Die Software gewährleistet, dass die Bilddarstellung des Schliffes und die Richtreihenbilder in derselben Vergrößerung dargestellt werden.
Voraussetzung für die Arbeit mit Richtreihen ist der Erwerb der entsprechenden Norm. Von diesem Dokument werden die entsprechenden Bilder ausgeschnitten und unverändert mit den Hilfsmitteln der PicEd Cora Software als Richtreihe abgelegt. Bei diesem Verfahren sind Abbildungsfehler ausgeschlossen.
Die Richtreihenbilder sind in Normvergrößerung abgebildet, d.h. zur Bewertung eines Schliffes muss eine bestimmte Vergrößerung am Mikroskop eingestellt werden.
Nach der – einmalig erfolgenden – Kalibrierung des Systems, also der Zuweisung eines Maßstabes zu jeder Vergrößerung, muss bei dem Richtreihenvergleich nur die eingestellte Vergrößerung des Mikroskops in der Software angewählt werden.